Patrik Ringborg, Dirigent

So schrieb die Presse über Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" am Staatstheater Kassel, Februar 2010:

Der lockere Ton

So stimmig die szenische Interaktion gelingt, so locker und pointiert versieht Generalmusikdirektor Patrik Ringborg die "Meistersinger" über weite Strecken mit einem feinen Konversationston. Keine Schwere, kein zäher Fluss behindert das reaktionsschnelle, dynamisch die Sänger auf Händen tragende Musizieren. Dass Ringborg sich auch auf die elegischen Töne und, wo's sein muss, aufs Lärmen versteht, zeigen das Vorspiel zum dritten Akt und Sachsens Schusterlied.
(Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 15.02.2010)
(Hersfelder Zeitung, 15.02.2010)

Wenn das Publikum am Ende in Klatschmärschen ausbricht, dann gilt die Begeisterung auch dem Staatsorchester Kassel, das unter der sublimen Leitung des GMD Patrik Ringborg die kammermusikalischen Schönheiten der Partituren beglückend realisiert.
(Festspielnachrichten, Bayreuth, 07.2010)

Einen glanzvollen Sieg erringen auch der bravouröse Patrik Ringborg und sein glorioses Staatsorchester. Ihnen gelingen kammermusikalische Transparenz und versponnene Melancholie, spannungsvolle Wucht und forsche Vehemenz.
(Fuldaer Zeitung, 16.02.2010)

Diese Meistersinger, die genau zu Wagners Todestag in Kassel Premiere hatten, sind schlichtweg ein Wurf! Und zwar musikalisch und szenisch. Patrik Ringborg hat das Staatsorchester Kassel im Griff. Er liefert Transparenz und Querverweise auf den übrigen Wagner. Wenn er auftrumpft, dann protzt er damit nicht herum, behält stets die Bühne im Blick und trägt seine Sänger.
(Gießener Allgemeine, 16.02.2010)
(Wetterauer Zeitung, 16.02.2010)
(Alsfelder Allgemeine, 16.02.2010)
(kultiversum, 15.02.2010)

... Auch Patrik Ringborg am Pult des hingebungsvoll musizierenden Staatsorchesters unterläft vorwärts drängend und geradezu südländlisch-feurig jeden Anflug von Deutschtümelei. Und er setzt den ganzen sechs Stunden dauernden Opernabend hindurch auf lockeren Konversationston und kammermusikalische Durchsichtigkeit, nicht zuletzt um die immens wichtige Textverständlichkeit so zu fördern, sodass es die Übertitel eigentlich nicht bedurft hätte.
(Oberhessische Presse, 23.03.2010)
(Orpheus, 05./06.2010)

Patrik Ringborg hat das Orchester des Staatstheaters Kassel mit bemerkenswerter Präzision auf die Partitur eingestimmt. Er geht das Vorspiel recht nüchtern an, kann im Folgenden seine Musiker aber nicht nur zu sicheren, sonder zu klanglich ausgewogenen Spiel animieren.
(Opernwelt, 04.2010)

... Ohne sich nun in die Rolle des Beckmessers oder Spielverderbers zu begeben, hielt seine glitzernd kostümierte Sicht auf die Grundidee des Stoffes - der Konflikt zwischen Fortschritt und konservativem Beharren in der Kunst und dessen Ausgleich - nicht, was der Anfang der musikalisch durchgängig beachtlichen Aufführung unter der souveränen Leitung von GMD Patrik Ringborg versprach. ...
Zeitgleich zur monumentalen Ouvertüre, die weniger säulenhaft gemeißelt klang als vielmehr getragen von schwungvollem Aufbauwillen, explodierte in einer filmischen Projektion zeitlupenhaft gespenstisch ein hermetisch geschlossenes Odeon namens Poesie, dessen feste formale Bauteile und starres Regelwerk zu denken als Versmaß oder Reim dem Zuhörer quasi um die Ohren flogen und ihn gebannt ins erste Bild setzten: einer von Bauherren, Architekten und Polieren bevölkerten, kellergeschossigen Grundsteinlegung. Sie bietet einen durchaus weihevollen Rahmen für den mächtigen Eingangs-Choral...
So tiefgründig und berührend Patrik Ringborg das Vorspiel zum dritten Akt malt...

(Thüringer Landeszeitung, 16.02.2010)

Leicht, agil, hell, manchmal etwas mosaikhaft klingt das Orchester unter der Leitung von GMD Patrik Ringborg.
(Frankfurter Rundschau, 16.02.2010)

Es beginnt zum zügig und vom jungen Kasseler GMD Patrik Ringborg völlig unpathetisch dirigierten Orchestervorspiel erst einmal ganz einleuchtend. ... Auch Patrik Ringborg entlockt dem Orchester nun viel dynamischere und expressivere Facetten und gestaltet so diesen Aufzug auch aus dem Graben spannend. ... Auch kann das Orchester die ... entwickelte Dynamik und Intensität fortsetzen.
(Der neue Merker, 17.02.2010 und 03/2010)

Seinem Staatsorchester hatte Dirigent Patrik Ringborg klangliche Schlankheit verordnet: Das wollte im Vorspiel mit den etwas lärmenden Posaunen nicht gleich gelingen, trat aber im Verlauf der mit zwei Pausen gut sechsstündigen Aufführung immer klarer hervor, am schönsten vielleicht im Beginn des dritten Aktes, der geradezu kammermusikalische Qualitäten aufwies.
(Göttinger Tageblatt, 19.02.2010)

... Er vermeidet festliches Pathos und betont die lyrischen, sanften, nachdenklichen Töne. Ganz leicht, fast schon tänzerisch lässt er den Choral zu Beginn des dritten Aktes erklingen. Hier und an vielen weiteren Stellen lässt er die Partitur in ungewohnt seidigem Glanz strahlen. Faszinierend. Das Staatsorchester Kassel folgt seinem GMD gern und präzise, die vereinigten Kasseler Chöre fügen sich zu einem harmonischen Ganzen.
(Online Musik Magazin, 2.2010)

Das Orchester unter Patrik Ringborg spielte ausserordentlich gut, immer auf Augenhöhe mit den Sängern und absolut stimmig zur Szene. Insgesamt ein toller Opernabend, der zum mehrmaligen Besuch herausfordert.
(Festspiele.de, 22.02.2010)

Patrik Ringborg ließ das Kasseler Staatsorchester zur Höchstform auflaufen. Er lieferte gleichermaßen Transparenz und üppigen Wohlklang. Dabei &uumo;berdeckte er nicht die Sänger und hatte stets die Szene im Auge. Dieses Niveau hielt er während alle Vorstellungen!
Dirigent und Orchester bieten ein sehr hohes Niveau, die Solisten sind teilweise grandios, durchweg aber gut. Das sind eigentlich ja Voraussetzungen für einen fulminanten Opernabend.

(Oper und Konzert, 06.2010)

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