So schrieb die Presse über Strauss' "Elektra" beim Gastspiel der Königlichen Oper Stockholm bei den Opernfestspielen in Savonlinna, Finnland, Juli 2010:
Richard Strauss' Elektra ist eine großartige musikalische Großtat der Königlichen Oper Stockholm. Die Finnische Nationaloper hätte keine entsprechende hyperdramatische Höchstleistung mit finnischen Kräften hervorbringen können. ...
Elektra ist wie eine sinfonische Oper aufgebaut. Aus der Spannung zwischen Elektras aggressivem und Chrysothemis' lyrischem Thema heraus wächst ein gewaltiger, expressionistischer Ausbruch und ein sinfonisches Drama. Die Königliche Hofkapelle unter Patrik Ringborgs Leitung zeigte sich in den peinlich schweißtreibenden Verhältnissen in Olavinlinna als ein virtuoses und farbenglühendes, düster dramatisches und singend sensitives Opernorchester auf höchstem Niveau.
Der Hass, die Wut und die Angst in Elektra wurden mit berauschender Überzeugungskraft entladen. In der Musik glühte ebenso eine lyrische und sinnliche Schönheit, die in seltsamer Weise Strauss' folgende Oper, den komischen, romantischen Rosenkavalier, ankündigt.
(Helsingin Sanomat, 30.07.2010)
Patrik Ringborg holt das Äußerste aus dem Orchester hervor. In den allerlautesten Fortepassagen verlangt er noch ein bisschen mehr, die Glücksmomente zeichnet er zärtlich. Alles wird aus dem tiefen Blech und dem großen Schlagzeugarsenal herausgeholt. Die große Struktur kulminiert in den tragischen, jubelnden Tanz am Ende.
(Itä-Savo, 30.07.2010)
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